Erste-Hilfe-Tag für Kinder
Am Morgen des 30. April strahlte die Sonne, und aus allen Teilen des Thüringer Waldes und aus dem Südharz machten sich 30 Nachwuchsbergretter aus 7 Bergwachtgemeinschaften gemeinsam mit ihren Gruppenleitern auf den Weg nach Gräfenroda.

Anlegen der Vakuumbeinschiene

Herz-Lungen-Wiederbelebung

Gut verpackt in der Vakuummatratze

Verletzungen, die ziemlich echt aussehen (Kinder der BW-Bereitschaft Gehlberg)

Ein spannender und interessanter Tag geht zu Ende
Fotos: Katja Bube, JRK Thüringen
In der ortsansässigen Regelschule bauten einige Helfer bereits die verschiedenen Stationen für den Tag auf, an denen die Kinder und Jugendlichen im Laufe des Tages ihr bereits erlerntes Wissen rund um die Erste Hilfe und die Bergwacht unter Beweis stellen und viele Neuheiten kennen lernen sollten.
Nachdem die Teilnehmer mit ihren Betreuern eingetroffen waren, begrüßte Anja Franke, Landesjugendwart der Bergwacht, alle und stellte den Tagesablauf vor.
Am Vormittag hatten die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit, die Herz-Lungen-Wiederbelebung noch einmal zu üben oder neu kennen zu lernen. Jeder konnte testen, wie viel Luft er tatsächlich in sich hatte, um den Verletzten zu retten. An einer anderen Station konnten die Teilnehmer üben, wie man einen Verletzten richtig schient, wenn er sich das Bein oder den Arm gebrochen hat. Aber auch das Tragen in der Vakuummatratze probierten die Kinder aus, wofür viel Kraft benötigt wurde. Dabei merkte so mancher, wie schwer ein Verletzter wirklich sein kann.
Ein weiteres Highlight des Tages war, dass den Nachwuchsbergrettern täuschend echt aussehende Verletzungen geschminkt wurden. An der nächsten Station konnten die Kinder dann gleich herausfinden, wie man diese Verletzungen richtig behandelt und versorgt. An der 5. Station erklärte ein Landesausbilder der Bergwacht, welche Materialien für die Ausübung ihrer Tätigkeiten genutzt und gebraucht werden.
Nachdem der Vormittag wie im Flug vorbeiging, stärkten sich die Nachwuchsretter mit Bratwürsten, bevor es zum letzten Höhepunkt des Tages ging. Für diesen Teil hatten die fleißigen Helfer der Bergwacht und Katja Bube, stellvertretende Landesleiterin des Jugendrotkreuzes, in der Pause bereits ein perfektes Chaos vorbereitet: die Kinder mussten auf dem gesamten Gelände der Regelschule Zettel mit Zahlen suchen und dann die dazugehörigen Symbole finden. Erst dann erhielten sie verschiedene Aufgaben, die zu lösen waren. Gewinner des Chaosspiels waren die Nachwuchsbergretter aus Oberhof und Meuselbach Selina, Luca, Tim, Jonas und Julian.
Am Ende des Tages fuhren die Kinder und Jugendlichen mit ihren Gruppenleitern wieder in alle Teile des Thüringer Waldes und den Südharz. Ein Unterschied war allerdings zum frühen Morgen zu erkennen - sie nahmen in ihrem Reisegepäck viel neues Wissen und einen erlebnisreichen Tag mit nach Hause in ihre Bergwachtgemeinschaften.
Katja Bube

